Friends of Ruanda e. V.
Kompetenzzentrum für kleine und mittelgroße Unternehmen

Bisherige Situation:
Das Kompetenzzentrum wird Anlaufstelle für UnternehmerInnen und UnternehmensgründerInnen sein und informiert über administrative Prozesse wie z.B. Registrierung von Unternehmen bei Behörden, Grundlagen der Betriebsführung, des Qualitätsmanagements, des nationale Qualitäts- und Produktstandards; des Marketings, über Sicherheit am Arbeitsplatz und ArbeitnehmerInnenrechte. Es wird ein angepasstes Management System entwickelt, das keine hohen Anforderungen an die InhaberInnen, GründerInnen von KMUs stellt, sondern lediglich dazu dient, grundlegende Geschäftsvorgänge zu dokumentieren, auszuwerten und ggf. zu optimieren. Es dient dazu, die Ergebnisse der täglichen Arbeiten zu veranschaulichen um diese wiederum zu verstehen, anpassen und weiterentwickeln zu können. Das Kompetenzzentrum bietet als Serviceleistung für KMUs an, sie bei der Gründung von Genossenschaften, Kooperativen oder Vereinigungen zu unterstützen. (z.B.: Gründung einer Kooperative/Genossenschaft der Mauerer, Schreiner oder Restaurantbesitzer in Distrikt Nyabihu)  

Zielgruppe
Die Zielgruppe Sind KMUs aus Handwerk und Dienstleistung in den Distrikten Rubavu, Rutsiro und Nyabihu in der Westprovinz Ruandas. Zur dieser Zielgruppe gehören in der Mehrheit Frauen (weil in der Region mehr Frauen als Unternehmerin zu finden sind und von der Gesamtbevölkerung die Frauen die Mehrheit stellen), die bereits ein KMU betreiben oder eine Idee für eine Neugründung haben. KMU sind ein ökonomischer Motor zur Armutsbekämpfung in Ruanda. Hierbei handelte es sich z.B. um Frisörsalons, Schneidereien, Restaurants, Händler und Maurer- ,Schlosserei- und Tischlerbetriebe. In diesen Bereichen gibt es viele besonders gefährdete und benachteiligte Gruppen wie Witwen, Frauen, junge Menschen unter 20 Jahren (die Junge Menschen im Alter von 20 Jahren zählen als verletzlich, da sie unerfahren sind und sich überschätzen.) Von den 12 jungen Befragten haben 8 ihr Abitur abgebrochen, da die Eltern das Schulgeld nicht mehr zahlen konnten. Das passiert vielen jungen Leuten in Ruanda und sie sind verzweifelt, viele davon lassen sich in den Milizengruppen in dem Nachbarland Kongo rekrutieren! Diejenigen, die sich Einkommensquelle durch eine Selbständigkeit wie ein Kiosk aufbauen, Verkaufstand am Markt, Internetcafé, Motorräder- oder Fahrräder verleihen, brauchen dringend Hilfe um effizient und wirtschaftlich arbeiten zu können. So können auch nicht in Milizengruppen im Kongo hingezogen werden.

Start des Projekts:
Dezember 2011

Projektbesuch von Eliphaz Ntibizerwa:
Lesen Sie hier einen kurzen Bericht zu dem Projektbesuch im April 2012

Berichte
Bericht vom Juli 2017

Galerie
Eliphaz Ntibizerwa besucht das Kompetenzzentrum